5. November 2026 · Christian Buck
Warum SAP BTP zur Integrationsschicht von SAP-Landschaften wird
Die meisten SAP-Landschaften, in denen ich gearbeitet habe, haben dieselbe Vorgeschichte: Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen, eigene RFCs und Dateiübertragungen, die über die Jahre gewachsen sind. Jede für sich funktioniert. Zusammen machen sie jede Änderung teuer und jedes S/4HANA-Upgrade schwerer.
SAP BTP setzt hier auf drei Ebenen an.
1. Eine Integrationsschicht
Die SAP Integration Suite vereint Cloud Integration, API Management und ereignisbasiertes Messaging. Schnittstellen werden an einer Stelle modelliert, überwacht und versioniert. Für hybride Landschaften führt die Edge Integration Cell dieselben Integrationsinhalte im eigenen Rechenzentrum aus.
2. Clean Core
Laufen Erweiterungen und Integrationen auf der BTP und nutzen sie freigegebene APIs und Events von S/4HANA, bleibt der ERP-Kern nah am Standard. Upgrades lassen sich dann wie reguläre Releases planen.
3. Ein klarer Migrationspfad
Die Mainstream-Wartung für SAP Process Orchestration endet Ende 2027. Teams, die ihre Schnittstellen jetzt in die Integration Suite überführen, können die Migrationswerkzeuge nutzen und Schwachstellen auf dem Weg beheben.
Ein neuerer Grund: KI-Werkzeuge
KI-Agenten und Werkzeuge auf Basis des Model Context Protocol (MCP) brauchen einen geregelten Zugriff auf Geschäftsdaten. Die APIs, die Berechtigungen (XSUAA, SAP Cloud Identity Services) und das Monitoring, die die BTP für die klassische Integration bereitstellt, geben diesen Werkzeugen einen kontrollierten Zugang zu SAP-Daten.
Fazit
Integration auf SAP BTP ist eine Architekturentscheidung. Sie bedeutet weniger Direktverbindungen, freigegebene Schnittstellen und einen Ort, an dem man sieht, was wohin fließt.
Wie weit ist Ihr Unternehmen schon von Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen weg?
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